Heute ist unser erster Tag VEGAN.

Zugegebener Maßen haben wir erst heute Mittag angefangen, da wir beide heute Morgen noch Kuhmilch aufgebraucht haben. Mareike hat sich auch noch ein letztes Mal das gute Aldi Schokomüsli gegönnt.

Aber mittags ging es dann wirklich los, genauer gesagt war es vegan to go. Das hieß für mich eine Packung Cocktailtomaten auf Weg in die Stadt zu verputzen und für Mareike ein Paar Cashews und einen Apfel zu knabbern. Beides etwas mager, aber um nicht zu verhungern ausreichend.

Abends gab es dafür unser erstes veganes Festmahl, wofür aber erst noch eingekauft werden musste bzw eigentlich waren unsere Kühlschränke schon voll und einkaufen macht doch immer so Spaß. Oder ist es nur eine weitere Ausrede, das Lernen aufzuschieben?

Jedenfalls hatten wir den großen Fehler gemacht, uns einen großen Einkaufswagen am Eingang zu schnappen. Denn so ein Einkaufswagen möchte dann ja auch gefüllt werden, und das wurde er auch, nachdem wir 1h Stunde durch die Gänge gezuckelt waren. Und das, obwohl wir gefühlt die Hälfte der Gänge auslassen konnten, weil sie mit Süßigkeiten, Fleisch, Fisch oder MoPro gefühlt waren. Ach so, und für mich waren es eigentlich noch viel mehr, an denen ich gleich vorbeigehen konnte, da ich auch noch versuche, mich weiterhin Low-Carb zu ernähren; wobei ich noch nicht so recht weiß, wie sich vegan und Low-Carb kombinieren lässt. Darf man da überhaupt noch was essen?

Nachdem wir Jumbo verlassen hatten und auch noch einen Abstecher zu einem Asia-Laden gemacht hatten, haben wir uns mit unseren voll beladenen Rädern auf den Heimweg gemacht. Schließlich leben wir in dem Land, in dem es quasi kein anderes Fortbewegungsmittel gibt. Mareike war meine Heldin, da sie ¾ der Einkäufe auf ihrem Korb und am Lenker nach Hause balanciert hat, und das über Kopfsteinpflasterstraßen und bergauf (für Maastrichter Verhältnisse).

Endlich Zuhause angekommen, haben wir uns gleich in die Küche gestellt und losgekocht. Nach so einem nahrhaften Mittagessen, waren wir beide, wie überraschend, super hungrig.

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Für unser erstes Abendessen haben wir unserer Kreativität freien Lauf gelassen und ohne Rezepte gekocht. Entstanden ist dabei eine Asiatische Grüne Gemüse-Erdnuss Pfanne mit in Sesam angebratenen Tofu. Glücklicherweise, konnten wir den Tofu von meiner Mitbewohnerin borgen. Denn, obwohl wir im Asia-Laden eine Zeit vor dem Tofu-Regal verbrachten, merkten wir erst später beim Öffnen, dass wir Seidentofu gekauft hatten. Daraus wurde dann eine Mousse au Chocolat gezaubert, die überwältigend gut geschmeckt hat. Wir haben sogar darüber gerätselt, ob es vielleicht sogar die Beste war, die wir je gegessen hatten. Und das will ja was heißen!

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Der schon von Erfolg gekrönte Tag erreichte schließlich seinen Höhepunkt, als unsere Freundin Anoja, die wir zum Essen eingeladen hatten, verkündigte, dass sie mit uns zusammen 30 Tage vegan essen würde. Jetzt sind wir schon zu viert, denn meine Mitbewohnerin ist auch schon dabei. Nun sind es also nur noch 29 (und theoretisch ½) Tage…

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Luisa

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